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Eine Frau mit einer weißen Mütze und einer Strickjacke zwinkert und hält ein weißes Plüschlamm in der Hand.
Pflege & Reinigung· September 06 2026· 8 Minuten Lesezeit· Von Anne

Merino Wash & Care: So wäschst du deinen Merinopullover, ohne dass er einläuft

So wäschst und pflegst du deinen Merinopullover richtig. Mit praktischen Tipps zu Temperatur, Schleudern und Trocknen, damit er lange schön bleibt.

Kurzantwort

Wird dir beim Waschen deines Merinopullovers schon ein bisschen mulmig? Keine Sorge! Mit der richtigen Temperatur, dem passenden Wollwaschmittel und ein paar cleveren Tipps zum Trocknen bleibt dein Lieblingspullover wunderbar weich, behält seine Form und läuft nicht ein.

Waschtemperatur
Kalt oder maximal 30 °C (Wollwaschprogramm)
Zentrifugendrehzahl
Maximal 600 Umdrehungen pro Minute (RPM)
Wasch- und Pflegemittel
Spezielles flüssiges Wollwaschmittel (mit Lanolin, ohne Enzyme)
Trocknungsverfahren
Flach auf einem Handtuch trocknen lassen (niemals im Wäschetrockner)
Lüften
Oft reicht es schon aus, die Wäsche draußen aufzuhängen, dank der selbstreinigenden Eigenschaften

Unsere Pullover und Strickjacken aus Merinowolle gehen derzeit weg wie warme Semmeln. Natürlich nur im übertragenen Sinne, schließlich haben wir als Onlineshop gar keine Ladentheke ;-) Das freut uns riesig! Damit deine neuen Lieblingsstücke aber auch lange so schön bleiben, brauchen sie ein bisschen Aufmerksamkeit und die richtige Pflege.

“Und der Besitzer bist du, also...”

Also höchste Zeit für einen ausführlichen Pflege-Talk. Wir bekommen regelmäßig Fragen dazu, wie man Wolle richtig wäscht und pflegt. Mindestens einmal im Monat erreicht uns eine Nachricht mit der verzweifelten Frage, wie sich das schöne Wollteil wieder in Form bringen lässt.

Eine knifflige Sache. Denn damit Wollkleidung dauerhaft in Topform bleibt, braucht sie von Anfang an ein bisschen Tender Love & Care und nicht erst, wenn das Malheur bereits passiert ist. Zum Glück ist das gar nicht so kompliziert. Es gibt nur ein paar Regeln, an die du dich halten solltest, damit deine Lieblingsstücke lange schön bleiben.

Keine Panik, wir führen dich Schritt für Schritt durch die richtige Pflege. Zuerst bekommst du die Kurzfassung und danach erklären wir dir alles noch einmal ganz ausführlich.

Eine Frau mit langen blonden Haaren, die ein burgunderrotes Oberteil und eine dazu passende Hose trägt, sitzt auf einem Stuhl, stützt den Kopf auf die Hand und lächelt.

DIE REGELN IN KÜRZE

  • Am besten gar nicht waschen! Nur, wenn es wirklich nötig ist.
  • Nie bei mehr als 30 °C waschen. Alles über 30 °C ist für Wolle ein absolutes No-Go!
  • Verwende ausschließlich das Wollwaschprogramm deiner Waschmaschine, nicht einfach irgendein 30-Grad-Programm.
  • Mit maximal 600 U/min schleudern! ACHTUNG: Bei vielen Waschmaschinen ist die Schleuderdrehzahl auch im Wollwaschprogramm standardmäßig höher eingestellt. Also unbedingt vorher kontrollieren.
  • Normales Waschmittel und Weichspüler sind tabu.
  • Einweichen ist tabu.
  • Und ja, wir wiederholen uns: Eigentlich ist schon das Waschen selbst ein kleines Tabu. Aber hin und wieder muss es eben sein.

Und was, wenn dein Mann das eigentliche Tabu ist? Tatsächlich erzählen uns Kundinnen immer wieder, dass ihr Mann die Wäsche übernommen hat, mit katastrophalen Folgen für den geliebten Wollpullover. Gefolgt von einem erschreckend gelassenen: „Dann kauf dir doch einen neuen.“ In diesem Fall darfst du ihm natürlich gerne unsere Webadresse geben. Um den Rest kümmern wir uns dann mit ihm. :-)

Eine Frau in einem dunkelbraunen Polo-Shirt und einer Hose, die eine Handtasche in der Hand hält und die Augen geschlossen hat.
  1. Du sollst deine Wollkleidung nicht waschen. (Mehr dazu weiter unten.)
  2. Solltest du deine Wollkleidung dennoch waschen, so niemals bei mehr als 30 °C.
  3. Du sollst dafür nicht das normale 30-Grad-Programm deiner Waschmaschine verwenden.
  4. Du sollst deine Wollkleidung mit höchstens 600 U/min schleudern.
  5. Du sollst keinen Weichspüler verwenden.
  6. Wäschst du deine Wollkleidung von Hand, sollst du dafür nur lauwarmes Wasser verwenden.
  7. Du sollst deine Wollkleidung nicht einweichen.
  8. Du sollst deine Wollkleidung nicht auswringen.
  9. Du sollst deine Wollkleidung weder mit Wäscheklammern noch auf einem Kleiderbügel trocknen.
  10. Du sollst nicht an den Knötchen deiner Wollkleidung zupfen, sondern einen speziellen Fusselkamm verwenden.

Eigentlich gibt es noch ein elftes Gebot. Aber das ist so selbstverständlich, dass wir es eigentlich gar nicht erwähnen müssten. Okay, na gut. Sicher ist sicher:

11. Du sollst deine Wollkleidung niemals in den Trockner werfen. Aber das versteht sich von selbst.

AM ANFANG …

Am Anfang war die Wolle. Und um ihre Macken und Launen zu verstehen, musst du sie erst einmal ein bisschen besser kennenlernen. (Wie bei Menschen eben ;-))

  • Wollfasern sind von winzigen Schuppen bedeckt. Ihre Oberfläche ist also nicht glatt, sondern besteht aus vielen kleinen, sich überlappenden Schuppen, die wie winzige Widerhaken wirken können. Außerdem ist die Wollfaser von Natur aus gekräuselt. Und damit sind wir auch schon bei einem der Gründe, warum Wolle so wunderbar warm hält: Zwischen den Fasern entstehen viele kleine Luftpolster. Diese Luft wirkt isolierend und hilft dabei, deine Körperwärme zu speichern.
  • Wolle enthält Wollfett, das sogenannte Lanolin. Diese natürliche Fettschicht hilft dabei, Schmutz und Feuchtigkeit abzuweisen. Außerdem besitzt Wolle von Natur aus Eigenschaften, die das Wachstum geruchsbildender Bakterien hemmen können. Deshalb muss sie viel seltener gewaschen werden als viele andere Materialien. Oft reicht gründliches Auslüften völlig aus.
  • Wolle ist ein natürlicher Rohstoff und biologisch abbaubar, sofern sie nicht mit synthetischen Fasern vermischt oder entsprechend behandelt wurde. Nicht, dass du deinen Lieblingspullover deshalb gleich auf den Kompost werfen solltest ;-) Aber wir wollten es trotzdem einmal erwähnt haben.
Die Hände einer Person, die einen großen Haufen roher, flauschiger Schafwolle halten.

TROTZDEM WASCHEN?

Angenommen, deine Wollkleidung könnte tatsächlich mal eine Auffrischung vertragen. Zum Beispiel, weil sie einen echten Fleck abbekommen hat.

Aber du traust dich nicht.

Denn vor deinem inneren Auge spielt sich bereits das Worst-Case-Szenario ab: Aus deinem schönen Wollpullover wird ein Waschlappen. Oder ein Babypullover. Eine Dackelweste. Ein Eierwärmer … ergänze die Liste nach Belieben.

Und jetzt? Natürlich kannst du Wolle waschen. Du solltest nur wissen, was die größten Übeltäter sind, wenn es ums Einlaufen geht, und wie du sie vermeidest.

Außerdem verraten wir dir, wie du das Waschen deiner geliebten Wollstücke möglichst lange hinauszögerst, müde und etwas mitgenommen aussehende Wolle wieder auf Vordermann bringst und deine Lieblingsstücke richtig aufbewahrst, damit du auch in der nächsten Saison noch Freude daran hast.

1. Nicht waschen

Zumindest nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. Wie bitte? Ja, du hast richtig gelesen! Wolle liebt frische Luft. Häng dein Kleidungsstück einfach für ein paar Stunden nach draußen und lass es ordentlich auslüften. Auch feuchte Luft kann dabei helfen, die Fasern aufzufrischen, zum Beispiel im Badezimmer nach dem Duschen.

Du möchtest zusätzlich etwas nachhelfen? Dann kannst du dein Wollstück ganz leicht mit Wasser besprühen. Bei Duftzusätzen oder ätherischen Ölen solltest du allerdings vorsichtig sein, denn sie können Flecken hinterlassen.

Warum das funktioniert? Wolle nimmt aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften Gerüche weniger schnell an als viele andere Materialien und muss deshalb nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Häufig reicht gründliches Auslüften vollkommen aus.

Natürlich darfst du deine Wollkleidung irgendwann auch waschen. Aber je seltener, desto besser. Abgemacht?

Hier noch ein Kommentar von einer unserer lieben Kundinnen zu diesem Thema. Der sagt eigentlich schon alles, oder?

Ein hellgrünes Langarm-Oberteil hängt an einem Kleiderbügel von einem Zweig, der mit rosa Kirschblüten bedeckt ist.

2. Niemals bei mehr als 30 °C waschen

Wolle solltest du bei maximal 30 °C waschen, denn bei höheren Temperaturen kann dein Kleidungsstück einlaufen. Die gekräuselten Fasern können sich stärker miteinander verhaken, das Gestrick wird dichter und damit kleiner.

Und das lässt sich leider nicht einfach rückgängig machen :-(

3. Nur das Wollwaschprogramm

Verwende ausschließlich das Wollwaschprogramm deiner Waschmaschine. Die Waschmaschinenhersteller haben dieses Programm schließlich nicht zum Spaß eingebaut ;-)

Das Wollwaschprogramm behandelt die empfindlichen Fasern besonders schonend und mit deutlich weniger Bewegung als ein normales Waschprogramm. So wird deine Wolle nicht unnötig strapaziert und bekommt keine unfreiwillige Dauerwelle.

Du tauchst schließlich auch erst einmal vorsichtig den großen Zeh ins heiße Badewasser, bevor du ganz hineingleitest, oder?

Auch beim Waschmittel ist Zurückhaltung angesagt. Mehr zum richtigen Waschmittel später.

Ebenso wichtig sind die Einstellungen deines Wollwaschprogramms. Denn die sind nicht bei jeder Waschmaschine automatisch optimal eingestellt. Also lieber einmal mehr kontrollieren. Schließlich gilt: Messen ist Wissen ;-)

  • Die Schleuderdrehzahl: Sie kann standardmäßig zu hoch eingestellt sein. Achte darauf, dass deine Wollkleidung mit maximal 600 U/min geschleudert wird.
  • Die Temperatur beim Waschen und Spülen: Große Temperaturunterschiede mag Wolle gar nicht. Achte deshalb darauf, dass dein Wollwaschprogramm starke Temperaturschwankungen vermeidet.
Ein Zeiger dreht den Drehknopf einer Waschmaschine, auf dem verschiedene Waschprogramme angezeigt werden.

4. Maximal 600 Umdrehungen

Wolle solltest du mit maximal 600 U/min schleudern. Die gekräuselten, schuppigen Fasern können sich durch Reibung leichter ineinander verhaken. Deshalb gilt: je weniger Reibung, desto besser.

Wenn du deine Haare mit einem superteuren Shampoo wäschst und anschließend noch mit einer luxuriösen Spülung verwöhnst, rubbelst du sie danach schließlich auch nicht wie wild mit dem Handtuch trocken, oder? Sonst gibt’s Knoten und Verfilzungen. Quasi das menschliche Pendant zu verfilzter Wolle.

5. Kein Weichspüler

Nein. Auf keinen Fall. Niemals. Weichspüler legt sich wie ein Film um die Wollfasern und kann dadurch ihre natürlichen Eigenschaften beeinträchtigen. Und das wäre doch wirklich schade um all die gute Arbeit unserer lieben Schafe.

EIN SPEZIELLES WOLLWASCHMITTEL

Wenn du gut aufgepasst hast, weißt du inzwischen, was Lanolin ist. Es schützt die Wollfasern und hilft dabei, sie geschmeidig zu halten. Lanolin solltest du dir also unbedingt zum Freund machen.

Verwende für deine Wollkleidung ein spezielles Wollwaschmittel. Es ist auf die empfindlichen Wollfasern abgestimmt und kommt ohne Inhaltsstoffe aus, die Wolle unnötig strapazieren könnten. Es gibt sogar Wollwaschmittel mit zugesetztem Lanolin, die den Fasern bei der Wäsche eine kleine Extraportion Pflege gönnen.

Herkömmliche Vollwaschmittel können dagegen Enzyme oder Bleichmittel enthalten, die für Wolle ungeeignet sind. Deshalb gilt auch hier: Das richtige Mittel macht den Unterschied.

Wollwaschmittel ist also keineswegs nur cleveres Marketing. Deine Merinowolle wird es dir danken. Wieder was gelernt, oder? ;-)

Eine Flasche Eucalan Delicate Unscented Waschkonzentrat steht in einem Pflanzkübel mit einer grünen Pflanze, der in einem geflochtenen Korb steht.

6. Handwäsche

Handwäsche klingt zunächst nach der sichereren Variante, ist es aber nicht unbedingt. Es sei denn, du hängst tatsächlich ein Thermometer ins Wasser. Denn 30 °C fühlen sich überraschend kühl an und schon ist die Versuchung groß, noch einen Schuss heißes Wasser dazuzugeben.

Außerdem schützt auch die Handwäsche deine Wolle nicht automatisch vor den bereits erwähnten Temperaturschwankungen.

Schwarz-Weiß-Foto einer Frau, die mit einem Waschbrett Wäsche von Hand wäscht und sich den Seifenschaum von der Stirn wischt.

7. Nicht einweichen

Auch Einweichen ist tabu, denn das lange Bad tut den Wollfasern nicht gut. Stell es dir ein bisschen wie beim Baden eines Babys vor: nicht zu heiß und zwischendurch besser nicht noch schnell die Mutter, Cousine oder Freundin anrufen, um ein bisschen zu plaudern. Denn aus „nur ganz kurz“ wird bekanntlich schnell „ups, wie spät ist es eigentlich?“. Und dein kleines Wollkind liegt immer noch in der Wanne …

8. Nicht auswringen & nicht in den Trockner

Und glaub jetzt bloß nicht, du könntest klatschnasse Wolle überlisten, indem du sie einfach kräftig auswringst. Das strapaziert nicht nur die Wollfasern, sondern kann auch die Form deines Kleidungsstücks ruinieren.

Dass der Trockner ebenfalls ein absolutes No-Go ist, müssen wir an dieser Stelle eigentlich nicht noch einmal erwähnen. Oder doch?

Der Trockner ist ein No-Go.

Pflegesymbol: Nicht im Wäschetrockner trocknen.

9. Nicht aufhängen

Nasse Kleidung ist schwerer als trockene. Hängst du deinen Wollpullover nass auf, kann er sich durch sein eigenes Gewicht verziehen. Und wenn dann auch noch die Form des Kleiderbügels nicht zu den Schultern deines Pullovers passt, sieht es hinterher womöglich so aus, als hättest du vergessen, den Bügel herauszunehmen. Kein schöner Anblick.

Lege deine Wollkleidung deshalb zum Trocknen flach hin, am besten auf einen Wäscheständer mit einem Handtuch darunter. Kleiner Tipp: Einen weißen Pullover solltest du besser nicht auf ein rotes Handtuch legen. Sonst ist dein Pullover hinterher … nun ja, rot. Diese wenig erfreuliche Erfahrung hat tatsächlich eine unserer Kundinnen gemacht.

Noch luxuriöser geht es mit einem speziellen Trockennetz, auf dem das Kleidungsstück flach liegt und trotzdem von allen Seiten Luft bekommt. Nicht, dass jeder so etwas zu Hause hätte, aber wir sprechen hier schließlich von der Crème de la Crème des Wolltrocknens.

Durch die gute Luftzirkulation trocknet die Wolle schneller. Und das ist durchaus erwünscht, denn bleibt sie zu lange feucht, kann sie irgendwann unangenehm riechen.

Nach nassem Hund.

Ein dreistufiger schwarzer Wäscheständer aus Netzgewebe, auf dem Kleidung hängt und der über einer weißen Tür angebracht ist.

10. Pilling entfernen

Wolle neigt etwas stärker zu Pilling als viele andere Textilien. Dabei bilden sich durch Reibung kleine Knötchen aus losen Fasern. Besonders häufig passiert das an Stellen, die stärker beansprucht werden. Trage deine Umhängetasche also besser nicht ständig über deinem Wollpullover oder deiner Strickjacke. Und arbeite nicht so viel mit den Ellbogen ;-)

Die kleinen Knötchen entfernst du am besten mit einem speziellen PLEIN PUBLIQUE-Fusselkamm. Bei sehr feinen und glatten Strickteilen kann auch ein geeigneter Fusselrasierer infrage kommen.

Ganz wichtig: Nicht an den Knötchen zupfen oder sie einfach abreißen. Damit ziehst du nur weitere Fasern aus dem Garn und das nächste Knötchen lässt vermutlich nicht lange auf sich warten.

Ein Kamm aus Holzwolle mit der Gravur „PLEIN PUBLIQUE tiny wool hero“, der im gerippten Kragen eines beigen Strickpullovers steckt.

DIE EXTRAS

WOLLE BRAUCHT PLATZ

Wie bereits erwähnt: Je mehr Reibung, desto größer die Gefahr, dass Wolle verfilzt. Also gönn ihr ein bisschen Freiraum. Stopf die Waschmaschine nicht zu voll und wasche deine Wollkleidung nicht zusammen mit schweren Teilen wie Jeans oder Kleidungsstücken mit Reißverschlüssen, Metallknöpfen oder anderen harten Details.

Wolle ist eben ein bisschen wählerisch: Am liebsten bleibt sie unter ihresgleichen. Wasche sie deshalb möglichst nur zusammen mit anderen Wollteilen.

BÜGELN NACH DEM TROCKNEN

Wenn Wolle nass wird, können sich die Fasern zusammenziehen und dein Kleidungsstück wirkt nach dem Trocknen zunächst etwas kleiner oder kompakter. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass es tatsächlich eingelaufen ist.

Lege das Kleidungsstück zunächst vorsichtig in seine ursprüngliche Form. Anschließend kannst du es bei niedriger Temperatur auf der Wollstufe und mit etwas Dampf behutsam bügeln. Übe dabei nicht zu viel Druck aus und zieh das Gestrick nicht kräftig auseinander. Lass es danach flach liegend abkühlen, damit es seine Form behält.

Die Bündchen lässt du dabei am besten in Ruhe. Schließlich sollen sie elastisch bleiben und nicht platt gebügelt werden.

MOTTENLÖCHER

Man denkt vielleicht nicht sofort daran, aber Kleidermotten fühlen sich in unseren Kleiderschränken leider immer noch ziemlich wohl. Die Motten selbst bekommst du oft gar nicht zu Gesicht. Was du siehst, sind irgendwann die kleinen Löcher in deinen geliebten Wollteilen.

Vorbeugen ist deshalb besser als Löcher flicken: Bewahre deine Wollkleidung sauber und trocken auf und kontrolliere den Kleiderschrank regelmäßig. Lavendel oder Zedernholz werden traditionell zur Abschreckung von Motten verwendet. Bei einem tatsächlichen Befall solltest du jedoch gezielt gegen die Motten und vor allem ihre Larven vorgehen.

Eine Frau mit langen blonden Haaren trägt eine flauschige, blaugrüne Strickjacke über einem weißen Pullover und Jeans und lehnt an einem Stapel Holzbretter.

Puh, das war jetzt doch eine ganze Menge. Aber wie versprochen: Wirklich kompliziert ist es nicht. Wolle zu waschen ist schließlich keine Raketenwissenschaft. Ein bisschen Aufmerksamkeit braucht sie allerdings schon. Und wenn du deine Wolle mit Liebe behandelst, bekommst du dafür jede Menge Liebe und vor allem wunderbar viel Wärme zurück. :-)

NOCH EINMAL DIE REGELN IN KÜRZE

  • Am besten gar nicht waschen! Nur, wenn es wirklich nötig ist.
  • Nie bei mehr als 30 °C waschen. Alles über 30 °C ist für Wolle ein absolutes No-Go!
  • Verwende ausschließlich das Wollwaschprogramm deiner Waschmaschine, nicht einfach irgendein 30-Grad-Programm.
  • Mit maximal 600 U/min schleudern! ACHTUNG: Bei vielen Waschmaschinen kann die Schleuderdrehzahl auch im Wollwaschprogramm standardmäßig höher eingestellt sein. Also unbedingt vorher kontrollieren.
  • Normales Waschmittel und Weichspüler sind tabu. Verwende stattdessen ein spezielles Wollwaschmittel.
  • Einweichen ist ebenfalls tabu.
  • Und ja, wir wiederholen uns: Eigentlich ist schon das Waschen selbst ein kleines Tabu. Aber hin und wieder muss es eben sein.

Psst, wenn du schon mal hier bist: Schau dir unbedingt unsere wunderschönen Lieblingsstücke aus Merinowolle an. :-)

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Häufig gestellte Fragen

Bei wie vielen Grad sollte man einen Pullover aus Merinowolle waschen?

Waschen Sie einen Pullover aus Merinowolle immer im Kaltwaschprogramm für Wolle oder bei maximal 30 °C. Höhere Temperaturen führen dazu, dass sich die Wollfasern zusammenziehen und der Pullover einläuft.

Darf ein Pullover aus Merinowolle in den Wäschetrockner?

Nein, ein Pullover aus Merinowolle darf auf keinen Fall in den Trockner. Durch die Kombination aus Hitze und Reibung im Trockner läuft das Strickgewebe sofort ein und verfilzt. Lassen Sie den Pullover außerdem immer liegend trocknen.

Welches Waschmittel verwendest du für Merinowolle?

Verwenden Sie ein spezielles flüssiges Wollwaschmittel, vorzugsweise mit Lanolin angereichert. Vermeiden Sie herkömmliche Waschmittel mit Enzymen oder Bleichmitteln sowie Weichspüler, da diese die natürlichen Fasern beschädigen.